Transzendentale Meditation und Medizin
1 Wirkungen der Transzendentalen Meditation auf den Körper
1.1 Ergebnisse in Medizin und Physiologie
Eine intensive Phase der Erforschung von Meditationswirkungen begann Ende der sechziger Jahre vor allem mit den Arbeiten von Wallace und Mitarbeitern (1970, 1971) – neuere Übersicht in Jevning et al. (1992) -, über Transzendentale Meditation als „wache hypometabolische physiologische Antwort“ mit typischen Veränderungen wie Verringerung von Atem- (Verringerung von Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxydproduktion) und Herzrate.
 

Der beobachtete Anstieg des Hautwiderstandes (Wallace et al., 1971, 1972) ist ein Zeichen der vegetativen Entspannung, die während der Meditation eintritt. Außerdem wurde ein Abfall der Milchsäurekonzentration im Blut festgestellt. Ein Anstieg von Blutlaktat ist assoziiert mit Angst: bei Angstneurotikern zeigt sich ein starker Anstieg von Milchsäure im Blut unter Stress. und Zunahme der EEG-Synchronisation.
In Untersuchungen an 10 Meditationslehrern mit 5-8 Jahren Meditationspraxis fanden die Forscher Jevning und Wilson (1978, 1978) innerhalb der Meditation eine Steigerung der Durchblutung des Gehirns um 65% mit kurzen 20-30 Sekunden dauernden Zunahmen von 200% bis 300% sowie ihre Kollegen Farrow und Russel (1982) bei einem Drittel der Langzeitmeditierenden mit durchschnittlich 4;3-jähriger Praxis spontane Episoden von Atempausen mit einer Dauer von bis zu 50 Sekunden.
Die Anzahl der wissenschaftlichen Studien im Laufe von über 40 Jahren Forschung zur Senkung überhöhten Blutdrucks, zur Verbesserung des metabolischen Syndroms und zur Verringerung von Herz-Kreislaufkrankheiten und zur Prävention von Infarkten durch regelmäßiges Ausüben der Transzendentalen Meditation ist mittlerweile Legion; wir beschränken uns hier deshalb auf einige Studien der letzten 10 Jahre.
Untersuchungen bestätigen den positiven Einfluss regelmäßiger Meditation bei der Senkung überhöhter Blutdruckwerte (2003, 2006, 2007, 2008, dort auch Meta-Analysen sämtlicher Bluthochdruckstudien zur TM seit 1970), der Verbesserung der Prävention vor und der 8-Jahres-Überlebensrate nach Infarkt (2007, 2005) und der Verbesserung des Metabolischen Syndroms. Eine verringerte beta-adrenerge Rezeptorenempfindlichkeit bei Meditierenden mit zwei- bis dreijähriger Praxis (1990) sowie signifikant geringere Serum-Cholesterin-Werte (1979) zeigen die Nützlichkeit regelmäßiger TM-Praxis bei Hypercholesterinämie. In den letzten 15 Jahren gingen Berichte von diesen Studien durch die Weltpresse, in denen über die vorbeugende Wirkung der Transzendentalen Meditation gegen Bluthochdruck und Herz- Kreislaufkrankheiten berichtet wurde. Hier zeigte die TM signifikant bessere Wirkungen auf die Rekonvaleszenz nach Herzinfarkt als herkömmliche Maßnahmen wie Diät oder Sport. Nach heute gesichertem Wissen kann regelmäßige Meditation überhöhtem Blutdruck vorbeugen, Medikamente wie Beta-Blocker einsparen helfen, Arteriosklerose entgegenwirken und Cholesterinwerte senken.
Transzendentale Meditation gegen Arteriosklerose besser als Diät und körperliche Aktivität:
Studie: Transzendentale Meditation ist wirksamer als Diät oder körperliche Aktivität
Fairfield (rf). Wer zweimal täglich meditiert, beugt damit einer Atherosklerose (Arteriosklerose) vor, und zwar deutlich besser als durch herkömmliche Methoden wie Diät oder körperliche Aktivität. Dies kann man zumindest aus einer US-amerikanische Studie mit 60 afro-amerikanischen Patienten, die hohen Blutdruck hatten, schließen.
Dr. Amparo Castillo-Richmond und seine Kollegen vom Center for Natural Medicine and Prevention der Maharishi University in Fairfield im US-Staat Indiana haben die Studie in Kooperation mit Wissenschaftlern der University of California in Los Angeles gemacht.
Beurteilt wurde der Erfolg der Interventionsmaßnahmen durch Ultraschallmessungen der Intima-media-Dicke in der Carotis. Die Dicke dieser Schicht korreliert mit der Prognose von KHK-PatiÂenten und der Häufigkeit von KHK-Risikofaktoren. Die Messungen wurden zu Studienbeginn und sechs bis neun Monate später ausgewertet (Stroke 31, 2000, 568). Die 60 US-Amerikaner waren älter als 20 Jahre und hatten einen systolischen Blutdruck zwischen 130 und 180 mmHg und einem diastolischen Wert zwischen 80 und 110 mmHg. Die Patienten der einen Gruppe waren angeleitet worden, zweimal täglich für 20 Minuten zur Stressreduktion transzendentale Meditation (TM) zu machen, das heißt ruhig zu sitzen bei geschlossenen Augen und sich zu entspannen. Die anderen Patienten waren zu einem allgemeinen Gesundheitsprogramm ermuntert worden, unter anderem zu gesunder Ernährung und körperlicher Aktivität.
Sechs Monate später ergab sich nach Angaben der Forscher ein signifikanter Vorteil für die Patienten der TM-Gruppe: Bei ihnen hatte sich die Intima-media-Dicke im Mittel um 0,1 Millimeter verringert; dagegen wurde in der anderen Gruppe eine Zunahme um 0,05 Millimeter registriert. In beiden Gruppen hatten sich auch im Vergleich zu Studienbeginn die Blutdruckwerte und der Puls verringert, signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen gab es nicht.
Als möglichen Mechanismus für den Effekt der TM auf die Carotis-Gefäßwand nennen die Forscher die Verringerung eines überaktiven sympathischen Nervensystems.
Effekte der Stressreduktion auf die Arteriosklerose der Carotis bei afroamerikanischen Bluthochdruckpatienten:
Ärzte Zeitung, 20.03.2000
Stress-Verringerung mit der Transzendentalen Meditation führt bei afroamerikanischen Bluthochdruckpatienten zu stärkerer Verringerung der Carotis-ArterioÂsklerose verglichen mit Maßnahmen zur Gesundheitserziehung und vermindert daher die RisikoÂfaktoren für koronare Herzkrankheit und die kardiovaskuläre Sterblichkeit in dieser Patientengruppe.
Stroke 2000 Mar; 31 (3): 568-73
1.2 Hormonelle Auswirkungen der Meditation
Es wurden verschiedene hormonelle Änderungen wie reduzierte Werte des Stress-Hormons Cortisol in Plasma und Urin (Gallois, 1984 und Bevan, 1976) und verminderte Werte des die Schilddrüse anregenden Hormons TSH (1986) sowie erhöhte Dehydroepiandrosteron-Sulfat-Werte (DHEA) (1992) vor allem bei Langzeitmeditierenden gemessen. Sie werden von den Autoren als größere physiologische Stress-Stabilität (Cortisol- und TSH-Reduktion ) und Zeichen verzögerter Alterung gedeutet. DHEA sinkt mit dem Alter ab und die bei den TM-Meditierenden beobachteten DHEA-Werte entsprachen etwa denen 5-10 Jahre jüngerer Nicht-Meditierender.
Bujatti und Riederer (1976) fanden einen hochsignifikanten Anstieg der Serotonin-Vorstufe 5-HIAA (5-Hydroxyindolessigsäure) und einen signifikanten Abfall des Adrenalin/Noradrenalin-Metaboliten VMA (Vanillinmandelsäure) für Meditierende mit durchschnittlicher Praxis von zweieinhalb Jahren. Sie interpretierten dies als das Resultat einer Abnahme der Flucht- und Kampf-Reaktion und einer Zunahme von Ruhe und Erfülltheit („rest and fulfillment response.â€).
McLean und Mitarbeiter (1997) verglichen in einer randomisierten Studie die Wirkung von Stresstraining im Vergleich mit TM über vier Monate. Sie untersuchten die Basalwerte und die akuten Reaktionen des Stresshormons Cortisol, des Wachstumshormons, des schilddrüsenaktivierenden Hormons TSH (Thyreotropin) und Testosteron zu Beginn und am Ende der viermonatigen Untersuchungsperiode. Nur in der TM-Gruppe nahmen die Basalwerte und die durchschnittlichen Cortisolwerte während der Stress-tests von Vor- zu Nachtest ab. Insgesamt betrachtet bestätigen die Cortisol- und Testosteron-Ergebnisse andere Untersuchungen darin, dass regelmäßige Praxis der Transzendentalen Meditation die Auswirkungen von gesundheitsschädlichem chronischem Stress umkehrt.
1.3 Transzendentale Meditation wirkt positiv auf Ihr Gehirn
Zahlreiche Untersuchungen beschäftigten sich mit den positiven Wirkungen der TM auf das Gehirn.
Alpha-EEG in Transzendentaler Meditation sowie dessen Verlangsamung in Frequenz und Zunahme in Amplitude (Stadium 1), von frontal nach occipital sich ausbreitende theta-Wellen (Stadium 2), hypersynchrone beta-Wellen über alle Ableitungen hinweg in tiefer Meditation (Stadium 3) und hohe Synchronisation frontaler und occipitaler Hirnaktivität wurden von Banquet beschrieben (1973).

Von den Wissenschaftlern Hebert (MERU) und Lehmann (neurologische Unsiversitätsklinik Zürich) wurden bei 30% der Meditierenden in Abständen von etwa 2 Minuten theta-bursts vor allem in den frontalen Ableitungen gefunden (1977). Eine Verkürzung der Latenzzeit akustisch evozierter Hirnrindenpotentiale als Zeichen rascherer Verarbeitungsgeschwindigkeit des Gehirns bei Meditierenden sowohl im Wachzustand als auch innerhalb der Meditation im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigte sich in Untersuchungen der deutschen Forscher Kobal, Wandhöfer und Plattig der Uni Erlangen-Nürnberg (1975, 1976).

Während der bereits oben beschriebenen Atempausen war eine signifikante Zunahme der EEG-Kohärenz festzustellen (s.u.). (1984)
Höhere fonto-okzipitale sowie frontale Alpha-Kohärenz speziell im Zusammenhang mit Erfahrungen des Transzendentalen Bewusstseins fanden die amerikanischen Neurowissenschaftler Travis & Wallace (1997, 1999) und Travis (2001, 2002)
1.4 Transzendentale Meditation fördert die Gesundheit
Mehrere Untersuchungen zeigen einen Nutzen der TM für Asthmatiker (Honsberger 1973 [1], 1973 [2] und Wilson 1975), für Dialyse- und Transplantationspatienten (Doner 1976), für Parodontosepatienten (Seiler et al. 1979) und positive Wirkungen auf die psychische und psychosomatische Befindlichkeit (Overbeck 1982).
Regelmäßige Meditation (TM) verkürzt die Einschlafzeit. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung an chronisch schlaflosen Patienten an der Universität von Alberta in Edmonton, Canada. Die mittlere Einschlafzeit dieser PatientenverÂkürzte sich von 75 Minuten auf 15 Minuten innerhalb der ersten Wochen regelmäßiger Meditation. (Details)(Miskiman, 1972)
In einer Untersuchung der Immunreaktionen von 24 Geschäftsmännern zeigte Blasdell (1989), dass Meditierende mit Typ A-Verhalten (hoch leistungsmotiviert ) dieselben „Typ B-Profile der Immunreaktion“ manifestierten wie Meditierende, die zum Typ B gehörten. Die Resultate zeigen, dass TM-Probanden dieselben erfolgsorientierten Verhaltensmuster - charakteristisch für Typ A und normalerweise assoziiert mit geschwächter Immunreaktion - aufweisen können, ohne dabei die mit Typ A sonst verbundene gesundheitsschädliche stressbedingt herabgesetzte Immunreaktion zu haben.
Untersuchungen von Wallace (1982) über die Wirkung TM-gestützter fortgeschrittener Meditationstechniken auf den Alterungsprozess ergaben zum Teil beträchtliche Unterschiede zwischen biologischem und chronologischem Alter in Höhe von 5 Jahren (jünger, Kurzzeitmeditierende) und 12 Jahren (jünger, Langzeitmeditierende) bei 84 durchschnittlich 53jährigen Meditierenden In ähnlicher Weise deuten Smith und andere (1987) ihre Ergebnisse einer Blutkörperchensenkung von Null bei 12% von 252 Meditierenden im Vergleich mit 212 Nichtmeditierenden mit normaler BKS nach Ausschluß des normalen Alters- und Geschlechtseinflusses. Meditierende wiesen danach eine „BKS-Verjüngung“ von im Schnitt 17.45 Jahren auf.
Die vergleichende Analyse der Daten einer fünfjährigen Verlaufsbeobachtung von etwa 2.000 Meditierenden eines großen Versicherers und ca. 600.000 nicht-meditierenden Versicherten desselben Trägers durch Orme-Johnson (1987) wies weniger medizinische Inanspruchnahme durch Meditierende in allen Krankheitskategorien nach. Dies galt für Kinder, junge und ältere Erwachsene. Sowohl Arztbesuche (Kinder bis 18 Jahre: - 46,8%, junge Erwachsene von 19 – 39 Jahren: - 54,7%, ältere Erwachsene: - 73,7%) als auch Krankenhaustage (Kinder: - 50,2%, junge Erwachsene: - 50,1%, ältere Erwachsene: - 68,4%) waren geringer für alle 17 Haupt-Kategorien medizinischer Behandlung, einschließlich Tumoren, Herzkrankheiten, Infekte, psychiatrische Fälle und Krankheiten des Nervensystems.
Professor Engel kommentiert die Untersuchung Orme-Johnson’s (1999, S. 238 f.): „Sollten sich die Befunde von Orme-Johnson in weiteren – auch unabhängigen – Arbeiten auch nur annähernd replizieren lassen, könnte sich regelmäßige Meditation zu einem wichtigen Element der Gesundheitspolitik entwickeln. Zur Unabhängigkeit der Untersucher sagt Engel, dass auch die Arbeiten zur Anerkennung der Psychotherapie von Psychoanalytikern durchgeführt wurden und dass allgemein respektiert wird, dass die Untersuchungen von den Vertretern durchgeführt werden, die die Effektivität einer neuen Methode nachweisen wollen, sofern überprüfbare Daten verwendet werden; Daten, die z.B. bei den Krankenkassen gespeichert sind und die jederzeit unabhängig nachgerechnet werden können. Nach diesem Kriterium entspricht diese Studie der zu fordernden Objektivität.“ (Details zu allen 18 Krankheitskategorien)
Erst kürzlich belegte eine amerikanische Untersuchung (Castillo-Richmond et al. 2000) an afro-amerikanischen Patienten eine signifikante Überlegenheit der TM bei der Behandlung und Prävention der Arteriosklerose gegenüber konventionellen Methoden wie Diät oder körperliche Aktivität. Zamarra et al. (1996) zeigten in ihrer achtmonatigen Studie an 21 Patienten mit dokumentierter manifester primärer Koronarinsuffizienz eine fünfzehnprozentige Verbesserung der Übungstoleranz, eine zwölfprozentige Verbesserung der maximalen Arbeitsbelastung und eine achtzehnprozentige Verzögerung des Beginns der ST-Segment Depression und signifikante Verringerungen im „rate-pressure-product“ (das Produkt aus Herzfrequenz und systolischem Blutdruck, ein grober Richtwert zur Abschätzung des Sauerstoffverbrauchs des Herzens) bei 3 und 6 Minuten.
Signifikant geringere Lipidperoxidkonzentrationen im Serum (-15%, p = .026) bei 41 älteren TM-Praktizierenden (56 – 74; Ø = 67 Jahre) fanden Schneider et al. (1998) im Vergleich mit 23 Probanden einer Kontrollgruppe ohne irgendeine Stresstechnik. 18 Probanden waren Langzeitmeditierende mit einer Meditationspraxis von durchschnittlich 16.5 Jahren. Es gab keine besonderen Unterschiede zwischen beiden Gruppen hinsichtlich der Lebensgewohnheiten (Ernährung, Rauchen etc.).
Damit dürfte das präventive Potential der Transzendentalen Meditation für ein breites Spektrum des Gesundheitsbereiches als gut belegt gelten.
Meditation senkt Blutdruck und bessert Insulinresistenz:
Mittwoch, 14. Juni 2006
Los Angeles - ….. Eine in den Archives of Internal Medicine (2006;166:1218-1224) publizierte randomisierte kontrollierte Studie über Transzendentale Meditation ergab, dass sich mehrere Parameter des metabolischen Syndroms besserten.
Diese Studie ging um die Welt !
Das metabolische Syndrom ist in den letzten Jahren zu einem Synonym für die negativen Folgen der modernen Lebensstils geworden. Es umfasst mehrere kardiale Risiken wie Hypertonie, abdominale Adipositas, Hypercholesterinämie und Insulinresistenz, letzteres die Kombination aus hohen Blutzuckerwerten trotz gesteigerter Insulinausschüttung. Diesen Risikofaktoren kann durch die altindische Technik der Transzendentalen Meditation begegnet werden, sagt Robert Schneider, der Leiter des Institute for Natural Medicine and Prevention, das sich keineswegs in Indien befindet, sondern im US-Bundesstaat Iowa.
An der Studie nahmen 103 Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit teil. Sie waren im Durchschnitt 67 Jahre alt und leicht übergewichtig (BMI 28). Die Studienleitung randomisierte sie auf einen 16-wöchigen Kurs in der Transzendentalen Meditation oder eine normale Gesundheitserziehung. Die Transzendentale Meditation wurde nach einer Einführung zweimal täglich über jeweils 20 Minuten betrieben. Die Gesundheitserziehung bestand aus Vorträgen über die Bedeutung kardialer Risikofaktoren. Sie hatte, wie erwartet, keine positive Auswirkungen. Am Ende war der Blutdruck sogar leicht angestiegen, die Insulinresistenz hatte sich verschlechtert und die Variabilität der Herzfrequenz hatte abgenommen, was ebenfalls ein ungünstiges Zeichen ist.
Dagegen kam es in der Transzendentalen Meditationsgruppe in allen drei Parametern zu einer Besserung. Der systolische Blutdruck sank um 3,4 mm Hg, die Insulinresistenz nahm um 0,75 Punkte ab, die Variabilität der Herzfrequenz (respiratorische Arrhythmie) besserte sich um 0,10 Einheiten. Der Effekt der TM sei unverkennbar. Die Mediziner deuten den Effekt als Folge der Entspannung. Die Meditation sei eine Möglichkeit, den chronischen Stress abzubauen, unter dem viele Menschen leben und der über die Freisetzung von Cortisol und anderer Hormone oder über eine Wirkung auf Neurotransmitter auf lange Sicht dem kardiovaskulären System Schäden zufüge. (Maura Paul-Labrador et al., 2006)
Weniger Schmerz mit Meditation:
Transzendentale Meditation dämpft die Reaktion des Gehirns auf Schmerzreize
Wer regelmäßig meditiert, reagiert weniger empfindlich auf Schmerz. Verantwortlich dafür ist ein Rückgang der Aktivität in den Schmerzzentren des Gehirns, haben amerikanische Forscher in einer Studie gezeigt. Da der Effekt nicht nur während der Meditation selbst auftrat, sondern auch in den Phasen zwischen den Sitzungen, liegt der Dämpfung nach Ansicht der Wissenschaftler eher eine grundsätzliche Auswirkung der Meditation als eine akute Beeinflussung des Schmerzes zugrunde. Jahrelange Erfahrung im Meditieren ist dafür jedoch nicht notwendig: Die reduzierte Hirnaktivität war bei Probanden nach fünf Monaten regelmäßiger Meditation genauso stark ausgeprägt wie bei Testteilnehmern mit über 30-jähriger Erfahrung.
In der eigentlichen Studie untersuchten die Wissenschaftler die Gehirnaktivitäten aller Probanden, wenn diese zwei Finger in 51 Grad heißes Wasser hielten und wiederholten diese Untersuchung fünf Monate später nach dem Training der Kontrollgruppe. Das Ergebnis: Obwohl beide Gruppen die Intensität des Schmerzes etwa gleich hoch bewerteten, reagierten im ersten Test bestimmte Gehirnareale der meditationserfahrenen Probanden um vierzig bis fünfzig Prozent schwächer als die der Kontrollgruppe. Im zweiten Test, nach dem Meditationstraining der Kontrollgruppe, war dieser Unterschied nicht mehr vorhanden, zeigte die Auswertung.
Besonders deutlich war der Effekt in den Hirnarealen, die für die emotionale Verarbeitung von Schmerz zuständig sind, schreiben die Forscher. Sie vermuten daher, dass die regelmäßige Meditation nicht das Schmerzempfinden selbst, sondern das damit verbundene Leiden reduziert. Das könnte beispielsweise auf eine vermehrte Produktion körpereigener opiumartiger Substanzen zurückgehen oder aber auf die Verminderung allgemeiner körperlicher Reaktionen wie Anspannung oder Stress, die den Schmerz sonst verstärken. Was genau den Effekt verursacht, wollen die Wissenschaftler nun als nächstes untersuchen. (Orme-Johnson, 2006)
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