Meister
TM und Pädagogik

TM + Medizin

TM + Gesundheit

TM +Pädagogik

TM + Psychologie

TM + Soziologie

TM im Vergleich

Effektivität+Effizienz (1)

Effizienz (2): Meditationstiefe

Kritik und Risiken

Abstracts

TM-Literatur

Transzendentale Meditation und Pädagogik

 Bildung und Erziehung: Transzendentale Meditation fördert die Entwiclung Ihres Kindes in der Schule (zum Beispiel bei Aufmerksamkeits- und Konzentrationsdefiziten, ADHS, Erziehungsproblemen) und die Persönlichkeitsentwicklung im Erwachsenenalter

Der in der Transzendentalen Meditation erreichte Zustand Reinen Bewusstseins als Absolutes, Unwandelbares und Unveränderliches stellt im Geist einen Zustand der Ruhe, Stille, Invarianz und Konstanz dar.

Piaget (1975, 1974) hat in seiner Analyse der Intelligenzentwicklung beim Kinde und deren biologischer Fundierung gezeigt, dass die Aufrechterhaltung der Lebensgemeinschaft (Biozönose) ein Gleichgewicht zwischen Individuum und Umwelt voraussetzt, das durch Akkomodation und Assimilation gekennzeichnet ist. Dabei bezeichnet Akkomodation die Angleichung der Handlungen des Subjekts an die Erfordernisse der  Umwelt und Assimilation das Einbeziehen der Umweltobjekte in subjektive Tätigkeitsschemata wie am Beispiel der Verdauung. Sinn dieses Gleichgewichtes ist Erhaltung (Invarianz, Überdauern) der  Lebensgemeinschaft.

Den kognitiven Strukturen des Individuums fällt dabei die Aufgabe zu, äußere Störungen des subjektiven Zustandes durch die eigene Aktivität zu kompensieren. Während die Struktur in der Entstehungsphase Wahrscheinlichkeitsgesetzen gehorcht, hat sie im fertigen Zustand zeitlos gültigen Charakter, wie Piaget an seinen historischen Untersuchungen zur kindlichen Intelligenz  gezeigt hat.

Invarianz entwickelt sich beispielsweise beim Baby in Form der Herstellung allmählicher Konstanz eines wahrgenommenen Gegenstandes (Milchfläschchen, Person), den man hinter einem Vorhang verschwinden läßt und der damit für das Kind zunächst nicht mehr existiert.  Konstanz in der Wahrnehmung wird erreicht, wenn das Kind die Kontinuität des Objektes meistert und das Objekt ihm als  Vorstellung präsent ist. Es weiß also, dass der verdeckte Gegenstand hinter dem unsichtbar machenden Schirm weiter existiert. Damit wird der Gegenstand invariant. Dieser Invarianz der Vorstellung gehen Phasen von Unsicherheit voraus, in denen die Wahrnehmung durch labile zufallsgesteuerte Abtastversuche (scannen) bestimmt wird.

In einem weiteren Entwicklungsschritt bildet das Kind Gewohnheiten im Verhalten heraus, die wie beispielsweise körperliche Reflexe nicht umkehrbar (irreversibel) sind. Am bekannten Beispiel der zweier unterschiedlich aussehender Gläser, in die das Kind selber eine  identische Zahl von Perlen mit je rechter und linker Hand hineinfallen ließ, oder des Umschüttens von Perlen in ein anderes – deutlich höheres oder breiteres – Glas zeigte Piaget, dass Kinder der Macht der  Wahrnehmung unterliegen und je nach Fall nun annehmen, dass das ihnen irgendwie größer vorkommende Glas nun mehr Perlen enthält als das andere. Hier geht es um die Konstanz der Menge und die wird im Laufe von fünf bis sieben Jahren bis hin zum elften oder zwölften Lebensjahr erreicht, vorher gilt beim Kind die Nichterhaltung der Gesamtheit (Menge). Damit verbunden ist auch die mit den Jahren zunehmende Fähigkeit des Kindes, im Vorgang der Wahrnehmung zu dezentrieren, sich vom Eindruck des unmittelbar Wahrgenommenen zu „befreien“. Solange es sich von der Anschauung noch „überwältigen“ läßt, hat in dieser Stufe des anschaulichen Denkens die Intelligenzentwicklung beispielsweise die Stufe der Invarianz der Menge noch nicht erreicht.

Wenn die Invarianz / Konstanz der Menge erreicht ist, hat das Kind gelernt, von der Anschauung zu abstrahieren, und der Wahrnehmungsvorgang kann vom bisher „erdrückenden“ Fokus dezentrieren. Die konkrete Operation wird – anders als es im vorherigen Stadium die unumkehrbare Handlungsgewohnheit noch war – umkehrbar; die Perlen lassen sich von einem Glas in ein anders geformtes Glas umschütten und ihre Menge bleibt trotzdem gleich. Die entstandene Vorstellung ist  invariant und stabil. Trotz einer Veränderung des Objektes in der Wahrnehmung wird „Unverändertes“ wahrgenommen – die Kontinuität (hier z.B. die Invarianz der Menge) bleibt gewahrt. Damit ist ein neues Gleichgwicht zwischen Kind und Umwelt auf einer höheren Stufe entstanden. – In einem späteren Stadium lernt das Kind, mit Symbolen zu operieren – die Zeit der Rechnungen mit „x und y“ bricht an. Invarianz  („Konstanz“, „Unveränderlichkeit“) wird auf zunehmend komplexeren Stufen erworben, denen die vorherigen Stufen als untergeordnet eingegliedert werden. – In der Kontinuität des durch regelmäßige Transzendentale Meditation kultivierten Transzendentalen Bewusstseins hat sich der individuelle Geist vollständig aus den Täuschungen denkender und wahrnehmender (zentrierender, verortender) Aktivität befreit und spiegelt die Kontinuität absoluter  Invarianz wider, so dass er keiner Wahrnehmungstäuschung mehr unterliegt.

Die Bedeutung der Invarianz (Unveränderlichkeit), Dezentrierung und Delokalisation (Nicht-Örtlichkeit, Ortsungebundenheit) für die Psychologie der Intelligenz spiegelt in schöner Weise die Auffassung „Gott ist Sein und Erkennen“ Meister Eckharts oder die Maharishi Mahesh Yogis über das Absolute als „existence and intelligence“. R. v. Quekelberghe (2002, 2009) bedient sich des Modells der Invarianz in seiner Annäherung an das Phänomen „Bewusstsein“ und zwar in Form der aus der fraktalen Geometrie bekannten Skaleninvarianz. Nicht-Skalierbarkeit (Maßstabslosigkeit) ist ein Merkmal  des auf sich selbst gerichteten oder selbstbezogenen Bewusstseins. Van Quekelberghe fasst die Eigenschaften Gottes als “Deskriptoren der Nicht Skalierbarkeit des selbstbezogenen Bewusstseins” auf: Absolut,  einzigartig, unveränderlich, zeitlos, unteilbar, allgegenwärtig, allumfassend, grenzenlos usw.

Die Entwicklung der Intelligenz ist ein schönes Beispiel für zunehmende Invarianz auf der Ebene von  Anschauung und Denken. Das Ausmaß, in dem ein Kind Reversibilität, Dezentrierung und Invarianz bereits meistert, wird im englischen als „conservation“ (die Invarianz physikalischer Mengen) bezeichnet und ist  ein Gradmesser seiner kognitiven Entwicklung, des Reifegrades seiner Intelligenz nach Piaget. Es sollte nicht mit der sprachlich zwar naheliegenden aber unzutreffenden Übersetzung „Konservierung“ im Sinne  von „Merkfähigkeit“ verwechselt werden. Hier meint es die Bewahrung im Sinne der Konstanz und Invarianz als eines entwicklungsspezifischen Merkmals der Intelligenz.

Die einfachsten  Invarianzaufgaben werden bereits von Fünf- bis Sechsjährigen gemeistert. Man kann jedoch beobachten, dass die vollständige Stabilisierung der Konservierung – die Generalisierung der Konservierung über Aufgaben verschiedener Schwierigkeitsgrade hinweg – ungefähr weitere fünf bis sieben Jahre benötigt. Dies Phänomen zeitlichen Aufschubs oder wiederholter Verzögerung der abschließenden Konsolidierung einer  allgemeinen Fähigkeit innerhalb einer einzelnen Entwicklungsebene wird als „horizontale décalage“ (horizontale Verschiebung) bezeichnet. Horizontale Verschiebung ist Piagets Ausdruck für die uneinheitliche kognitive Leistung eines Kindes; es bezeichnet die Unfähigkeit des Kindes, bestimmte Probleme zu lösen, obwohl es ähnliche Probleme, die dieselben mentalen Operationen benötigen, bereits lösen kann.  Beispielsweise wird die Invarianz der Zahl (die Fähigkeit, zu erkennen, dass eine Anzahl von Objekten trotz Veränderung ihrer räumlichen Anordnung gleich bleibt) typischerweise um das Alter von fünf bis sechs Jahren herum erworben. Demgegenüber wird die Invarianz für einer bestimmten Menge Flüssigkeit üblicherweise nicht vor  dem siebten bis achten Lebesjahr erworben, die Invarianz des Gewichtes erst mit 9 – 10 Jahren und die Invarianz des Volumens zeigt sich üblicherweise erst mit einem Alter von 11 – 12 Jahren.

Alexander (1990 [1], 1990 [2]) untersuchte zusammen mit Coautoren  die kognitive Entwicklung von Kindern, die die Kindertechnik der TM praktizierten und eine Kontrollgruppe. Beide Gruppen erhielten eine Serie von Standardaufgaben, die die Fähigkeit der Erhaltung (Konstanz, „conservation“) mit einem zunehmenden Schweregrad prüften. Der Prozentsatz meditierender Kinder, die die Invarianzaufgaben vollständig  gemeistert hatten, lag mit 82% bedeutend höher als bei den Kindern der Kontrollgruppe (43%).

Der Prozentsatz der meditierenden Kinder , die sich im Übergang (Transition) zur Bewältigung der  Erhaltungs-(Konstanz-)Aufgaben befanden (zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Wert) war mit 7% deutlich geringer als bei der Kontrollgruppe (51%)

 

Prozentsatz der Kinder mit voller Meisterung der Invarianz (links)

Prozensatz der Kinder in Transition (rechts)

Diese Daten legen überzeugend dar, dass das  Programm der Transzendentalen Meditation zu einem rascheren Erwerb und  zur Konsolidierung der Intelligenzentwicklung in der Kindheit führt.

ADHS - Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom

Angesichts der rapide zunehmenden Häufigkeit des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms  (ADHS) bei Kindern sind Untersuchungen, in denen Aufmerksamkeitsfunktionen eine zentrale Rolle spielen, von großem Interesse. Der „eingebettete Figuren-Test“ (embedded figures) ist sensibel für spezielle Fähigkeiten, in denen meditierende Kinder in ihren kognitiven und Wahrnehmungsfähigkeiten nichtmeditierenden signifikant überlegen sind. Bei diesem Verfahren geht es darum, in möglichst kurzer Zeit Figuren, die in ein Umfeld eingebettet sind, herauszusuchen, z.B. einen Vogel, der im Geäst eines Baumes versteckt ist. So fanden Gelderloos und Mitarbeiter (1987), dass meditierende Kinder einer Privatschule signifikant höhere Werte in feldunabhänger Aufmerksamkeitsfokussierung erzielten als die Kinder einer Montessorischule.

Neue Studien (2008) an ADHS-Schülern, die Transzendentale Meditation praktizieren, zeigen:

Auf unserer Therapie-Seite www.i-p-p-m.de finden Sie ausführliche Informationen zu ADHS.

In dieser ausführlichen Broschüre (119 Seiten, pdf., 1242 kb) werden Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des Aufmerksamkeitsdefizit / Hyperaktivitäts-Syndroms aufgezeigt.

Kam-Tim So (2001) verglich die Wirkung von Transzendentaler Meditation, chinesischer Kontemplation und einfacher Ruhe (Kurzschlaf) und fand signifikante Differenzen zwischen den drei Bedingungen. In drei  separaten Untersuchungen an insgesamt 362 Schülern und Studenten in Taiwan prüfte er eine breites Spektrum kognitiver, emotionaler und Wahrnehmungs-Funktionen über einen Zeitraum von einem halben  bis zu einem Jahr. Die Praktizierenden der Transzendentalen Meditation verbesserten sich signifikant in allen sieben Messungen verglichen mit der Kontemplationsgruppe und den einfach ruhenden Schülern

Kam-Tim So 1Die größten Verbesserungen wurden von den TM-Gruppen in dem Kreativitätstest „Creative Thinking-Drawing Production“ erzielt, der nach den Angaben seiner Entwickler die Kreativität des  gesamten Hirns misst und eine ausbalancierte Nutzung von Intellekt und Gefühlen erfordert. Das „Constructive Thinking Inventory” ergab signifikante Verbesserungen in nicht–intellektuellen Fähigkeiten  wie Optimismus und Teamfähigkeit. Der „Practical Intelligence Test“ zeigte signifikante Verbesserungen in  der Arbeit, in persönlicher liebevoller Zuwendung und sozialen Beziehungen. Reine Intelligenzfunktionen  wurden mit dem „Culture Fair Intelligence Test“ und „Inspection Time“ untersucht. Sie wiesen signifikante Verbesserungen in „fluid Intelligence“, Aufmerksamkeit, Wachheit und Konzentrationsfähigkeit nach, die als grundlegende Voraussetzungen für effektives Lernen angesehen werden. Tests zur Feldunabhängigkeit („Embedded Figures Test“) ergaben die bereits bekannten Resultate einer signifikanten Zunahme der Wahrnehmungsfähigkeit, des Ausmasses, in dem sie innen-geleitet waren, in ihrer Flexibilität, die  Perspektive anderer zu sehen und in ihrem stärkerem Widerstand gegenüber Gruppendruck.

Weitere Studien der Wirkungen der Transzendentalen Meditation zeigen Verbesserungen der Reaktionsfähigkeit, Vigilanz und  Aufmerksamkeitsfunktionen: z.B. Appelle et al. (1974), Holt et al. (1978), Banquet et al. (1980); mit verbesserter Lernfähigkeit und Gedächtnis: z.B. Kotchabhakdi (1982); mit größerer Kreativität: z.B. Travis (1976), mit der Förderung Lernbehinderter: Eyerman (1981), Overbeck (1982, a.a.O.) als Ergebnis der TM.

Privatschulen mit meditierenden Schülern und Lehrern in den USA und England, in denen rotuinemäßig zu Beginn und zum Ende des Unterrichts meditiert wird, zeigen sich als ausgesprochen „PISA-freundlich“:  Die englische TM-Schule Skelmersdale beispielsweise existiert seit zwei Jahrzehnten und hat inzwischen 140 Schüler. In den letzten sechs Jahren erreichten nach Angaben des englischen Department  for Education and Skills 100% der Schüler dieser Schule fünf oder mehr Prüfungen mit der Note C („good“, entspricht im Deutschen der Note 2.1 bis 3.0) oder darüber. Im Jahre 2002 betrug die durchschnittliche Punktzahl der Schüler 62.4, womit die TM-Schule den 12. Platz unter 4.400 Schulen Großbritanniens und den besten in Lancashire einnimmt. Seit die Schule 1990 GCSE-Prüfungen (General  Certificate of Secondary Education) einführte, wurden 85,2% der Prüfungen mit dem Grad C oder besser absolviert. Dabei muß betont werden, dass die Schule ihre Schüler nicht nach Fähigkeiten selektiert.

In den USA führt die „consciousness-based education“ auf der Basis der Transzendentalen Meditation für  430 Schüler vom Kindergartenalter bis hin zum 12. Grad und ihre Lehrer und Eltern in der „Maharishi School“ (Iowa) zu Serien von Preisen in unterschiedlichen Bereichen:

Wissenschaft: In den letzten drei Jahren gewannen 9-13jährige Schüler einer privaten TM-Schule fünf von neun Grand Champion Awards der EISEF (Eastern Iowa Science and Engineering Fair, die  Ost-Iowa Wissenschafts- und Ingenieursmesse).

Sprache: Die Schule gewann den Critics Choice Award neunmal in den letzten neun Jahren, öfter als jede  andere Schule im Staat Iowa. Sie wurde unter 480 Schulen ausgewählt, die USA im Jahre 2002 beim „Amerikanischen High School Theater Festival“ in Edinburgh, Schottland, zu vertreten.

Mathematik: Die TM-Schule belegte den ersten Platz im „Amerikanischen High School Mathematik Examen“ drei Jahre hintereinander von 1996 bis 1999.

Kunst: In dem Kunstwettbewerb „An Artistic Discovery“ des Kongresses des Staates Iowa gewann die TM-Schule drei Jahre hintereinander (1999-2001) den Grand Price.

Außerkurrikular: Die TM-Schule gewann die Triple Crown (einfach, Doppel, Teamtitel) im Tennis zweimal in den letzten drei Jahren.

Problemlösewettbewerbe: Die TM-Schule gewann neun Iowa State Championchips in Odyssey of the Mind (OM) und 12 in Destination Imagination (DIN) und zwei internationale Wettbewerbe zur  Problemlösung. Sie ist die einzige Schule in der Geschichte der OM und DIN Weltfinalwettbewerbe, die drei oder mehr Teams in den Top Ten plazierte und sie tat dies zweimal und belegte im Jahr 2001 den ersten, zweiten, sechsten und zehnten Platz.

 

nach oben
[TM independent] [Was ist TM ?] [Kurz-Info] [TM-Forschung] [TM und Medizin] [TM und Pädagogik] [TM und Psychologie] [TM und Soziologie] [TM im Vergleich] [Effizienz (1)] [Effizienz (2)] [Kritik und Risiken 1] [Kritik und Risiken 2] [Literatur] [Advaita Philosophie] [Thema Stress] [Ausbildung] [iTM-Lehrer] [Termine] [Samadhi Atmung] [Impressum]

© 2011 Theo Fehr